Brände: Ein weltweites Problem
Brände fordern einen hohen Tribut an Menschenleben. Etwa ein Drittel aller Brände entsteht innerhalb von Gebäuden. 2003 und 2004 betrug die mittlere Sterbeziffer bei Bränden in Europa etwa 1 pro 100.000 EinwohnerCTIF (Internationale Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungswesens)/Zentrum für Brandstatistiken - Fire Statistics Nr. 11, Juni 2006 - Tabelle 2a/2b (Tod pro Einwohner) und Tabelle 4a/4b (Feuerquelle)
Quelle: ctif.org
, was pro Jahr etwa 30.000 Toten entspricht. Das britische Amt für Kommunen und kommunale Verwaltungen erklärt dazu:
"Die häufigste bei Bränden auftretende Todesursache ist die Einwirkung von Gas oder RauchAmt für Kommunen und kommunale Verwaltungen (ehemals ODPM) Fire Statistics, United Kingdom, 2005 ,"
die etwa 44 % aller Opfer fordert. Eine weitere einflussreiche Quelle, die schwedische SRSA (Schwedische Agentur zur Gefahrenabwehr und zum Katastrophenschutz), betont in einem Bericht zur Verhütung von Bränden: „1950 vergingen von der Entzündung eines Brandes bis zum FunkenüberschlagEin Funkenüberschlag ist die nahezu zeitgleiche Entzündung aller brennbaren Materialien in einem nicht geschlossenen Bereich. Funkenüberschlag tritt ein, wenn die Mehrheit der Oberflächen in einem Bereich bis zu dem Punkt erhitzt werden, zu dem sie entflammbare Gase abgeben, die heiß genug sind, um Verbrennung aufrecht zu erhalten. durchschnittlich 15 Minuten. Vor 25 Jahren war dieser Wert auf 5 Minuten gesunken, und heute können bereits nach 3 Minuten lebensgefährliche Bedingungen auftreten. Diese Veränderung wurde ausschließlich durch den vermehrten Einsatz von Kunststoffen verursacht.SRSA - B. Albinson
Alternative way to achieve fire safety, 2002
"
Brände haben aber auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. In einem kürzlichen Bericht schätzt die CTIF (Internationale Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungswesens), dass:
"die gesamten wirtschaftlichen Kosten von Bränden in den am stärksten entwickelten Ländern etwa 1% des Bruttoinlandsproduktes ausmachenCTIF (Internationale Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungswesens)/Zentrum für Brandstatistiken - Fire Statistics Nr. 11, Juni 2006 - Tabelle 2a/2b (Tod pro Einwohner) und Tabelle 4a/4b (Feuerquelle)
Quelle: ctif.org
".
Angesichts dieser Tatsachen zwingen sich die folgenden Schlüsse auf:
  • Um Menschenleben zu retten und die Arbeit der Rettungsteams zu erleichtern, muss die Bildung von Rauch und Brandgasen verringert werden;
  • Der vermehrte Einsatz von Kunststoffen in den vergangenen 50 Jahren hat dramatische Auswirkungen auf die zur Verfügung stehende Fluchtzeit.
Die europäische Kabelindustrie entwickelte eine Reihe Brandschutzkabel mit langsamer Flammenausbreitung und Wärmeabgabe, die sehr wenig Rauch und giftige Gase freisetzen. Diese Kabel geben mehr Zeit, einen sicheren Ort aufzusuchen, und erlauben einen gefahrloseren Einsatz der Rettungsteams.
Brandschutzkabel erhöhen die Sicherheit
Verringerung der Flammenausbreitung und Wärmeabgabe

Kabel bestehen in der Regel aus einem metallischen (oder Glasfaser-) Leiter und organischen Isolierungs- und Verkleidungsmaterialien. Diese organischen Stoffe sind unterschiedlich stark brennbar.

Über Kabel kann sich ein Brand aber auch von einem Raum zum anderen ausbreiten. Dieser Gefahr wird in einigen nationalen Vorschriften bereits seit vielen Jahren Rechnung getragen. Das Ausbreitungsverhalten lässt sich im Kabelaufbau durch die Verwendung „selbstverlöschender“ oder aus „flammenhemmenden“ Verbundwerkstoffen bestehender Materialien entsprechend reduzieren. Diese Eigenschaft hat nicht nur für einzelne Kabel eine erhebliche Bedeutung, sondern gilt auch für vertikal verlaufende Kabelbündel, die sich nur besonders aufwändig installieren lassen.

Verringerung der Entwicklung von Rauch und gefährlichen Gasen

Grundlegende Entscheidungskriterien für die Auswahl von Materialien, die das Auftreten gefährlicher Gase im Brandfall reduzieren und die Flucht erleichtern können, sind die OpazitätOpazität: Undurchsichtigkeit. Eine optische Eigenschaft des Rauchs, die das Verhältnis zwischen der Intensität des einfallenden zur Intensität des durchgelassenen Lichts beschreibt. Die Sichtbedingungen im Rauch hängen direkt von dessen Opazität ab. Ein Material wird als opak (undurchsichtig) bezeichnet, wenn es von einem wesentlichen Teil des Lichts nicht durchdrungen werden kann. des entstehenden Rauchs sowie die Azidität Azidität: Säurebildung. Dieser Parameter beruht auf Messungen des pH-Werts und der Leitfähigkeit und dient zur indirekten Einschätzung des Korrosionspotentials der während der Verbrennung des Kabelmaterials freisetzten Gase. Studien haben gezeigt, dass die Azidität bei häufig verwendeten Kabelmaterialien ein nützlicher Indikator für eine erheblich reizende toxische Wirkung sein kann. der entstehenden Brandgase. Es ist von zentraler Bedeutung, die Entwicklung undurchsichtigen Rauchs und gefährlicher Gase während eines Brandes so gering wie möglich zu halten.

Bei Bränden wird die Mehrzahl der Todesfälle durch das Einatmen giftiger Gase verursacht. Die Einwirkungsdauer dieser Gase muss unbedingt durch eine sichere Evakuierung bei bestmöglichen Sichtbedingungen verkürzt werden.