Brandschutzexperten diskutieren über Low Fire-Hazard Cables und den Schutz vor Bränden
06.05.2009 - Eine der häufigsten Ursachen von Verletzungen und Todesfällen bei Bränden ist die Einwirkung von Rauch sowie der bei der Verbrennung entstehenden Gase. Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, dass bei der Verbrennung unterschiedlicher Materialien auftretende Gesundheitsrisiko umfassend zu analysieren. Ein wesentlicher Faktor ist dabei, ob sich die möglicherweise von Brennvorgängen verursachten reizenden Wirkungen mit dem im europäischen Klassifizierungssystem für elektrische Kabel genannten Aziditätsparameter tatsächlich korrekt erfassen lassen. Außerdem sollte geklärt werden, ob eine Computersimulation ausgeführt werden kann, mit der sich die Wirkungen der Ausbreitung von Flammen in einem brennenden Gebäude wahrheitsgetreu nachbilden lassen, und die auch eine Analyse der entsprechenden Gefahren für die Gebäudenutzer erlaubt.

Um all diese Fragen zu beantworten, führte der europäische Verband der Kabelhersteller (Europacable) kürzlich ein Seminar zum Thema „Safety During Fire“ durch, auf dem auch die durch den Einsatz von Low Fire-Hazard Cables möglich werdenden Sicherheitsverbesserungen eingehend diskutiert wurden.

Vier Fachexperten präsentierten den mehr als einhundert Vertretern der europäischen Kabelindustrie interessante wissenschaftliche Erkenntnisse. Zu den angesprochenen Punkten gehörte die Gefahr der Einwirkung von Gasen und Rauch während eines Brandes. Mit Hilfe moderner Techniken (FTIR) lassen sich diese bei einem Kabelbrand entstehenden Emissionen korrekt messen.

Eine weitere wichtige Entdeckung, die auf dem Seminar angesprochen wurde, besteht in der Bedeutung der Azidität als Indikator für reizende Wirkungen ausströmender Gase.

Die Fachleute diskutierten außerdem die Möglichkeit zur Messung von Brandgefahren durch die Simulation der Ausbreitung von Verbrennungsprodukten sowie des Verhaltens der Nutzer eines Gebäudes während eines Feueralarms.

Alle auf dieser wichtigen Branchenveranstaltung präsentierten wissenschaftlichen Daten lassen einen eindeutigen Schluss zu: Durch die Verwendung von Low Fire-Hazard Cables kann die Brandgefahr erheblich reduziert werden.

Angesichts der Tatsache, dass Rauch und Gase nach einigen Studien in Europa jährlich etwa 30.000 Todesopfer fordern und die Brandkosten ungefähr 1% des BIP ausmachen, bieten Low Fire-Hazard Cables eine überaus interessante Lösung.

Die Kabelhersteller tragen die Verantwortung, den Einsatz dieses Kabeltyps weiter zu fördern. Der europäische Verband der Kabelhersteller (Europacable) hat die Verbesserung der Sicherheit zu einem seiner wesentlichen Schwerpunkte gemacht und wird die Entscheidungsträger seiner Mitgliedsunternehmen über die Notwendigkeit einer stärkeren Sensibilisierung für die Verwendung dieser Kabel informieren. Diese Gespräche können das Bewusstsein für die Bedeutung dieses Vorgehens stärken und auch in der Empfehlung neuer Produkte und rechtlicher Vorschriften münden.

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Europacable:

Europacable ist ein Zusammenschluss der europäischen Kabelfachverbände und -hersteller, der etwa 90 % der gesamten europäischen Kabelbranche und indirekt über die nationalen Verbände mehr als 200 Kabelhersteller vertritt.


Mehr Informationen auf www.europacable.com